02. April 2026

Erster Empfänger des Dr. Berthold Dietsche Stipendiums eröffnet Praxis in Hechingen

HÄVBW

In Hechingen hat Dr. Jürgen Ehret Anfang April seine neue Hausarztpraxis eröffnet – modern, digital und mit dem klaren Ziel, hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu stärken. Besonders dabei: Dr. Ehret ist der erste Stipendiat des Dr. Berthold Dietsche Stipendiums des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg.

Wer die neue Hausarztpraxis von Dr. Jürgen Ehret in Hechingen betritt, wird nicht nur von einer MFA empfangen – sondern auch von einem Patiententerminal. Schnell, digital, unkompliziert: Hier kann man direkt einchecken. Willkommen in der Hausarztpraxis der Zukunft.

Am 1. April 2026 hat Dr. Jürgen Ehret seine Praxis eröffnet – als erster Stipendiat des Dr. Berthold Dietsche Stipendiums, das der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Baden-Württemberg (HÄVBW) ins Leben gerufen hat. Für Dr. Ehret bedeutet die Förderung dabei weit mehr als finanzielle Unterstützung: „Ich muss gerade mit Ressourcen haushalten. Mit dem Dr. Berthold Dietsche Stipendium habe ich eine weitere Ressource zur Verfügung – das kommt mir, meiner Praxis und natürlich auch meinen Patient:innen zugute."

Über das Dr. Berthold Dietsche Stipendium

Das Stipendium würdigt Pioniergeist und außergewöhnliches Engagement für eine starke, zukunftsfähige hausärztliche Versorgung und richtet sich an Hausärzt:innen, die neue Wege gehen und die Versorgung dort mitgestalten, wo es Mut, Ausdauer und Ideen braucht. Vergeben wird es vom HÄVBW für die HÄVG Hausärztliche Vertragsgemeinschaft AG und ist mit 2.000 Euro monatlich über ein Jahr, insgesamt 24.000 Euro, dotiert.

Erstmals verliehen wurde es beim Hausärztinnen- und Hausärztetag im März 2026 – im Gedenken an den verstorbenen HÄVBW-Ehrenvorsitzenden Dr. Berthold Dietsche, der als Mitbegründer der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg gilt.

Das Stipendium wird ab 2026 jährlich auf dem Hausärztinnen- und Hausärztetag verliehen. Informationen zu den Voraussetzungen und der Bewerbung folgen in der zweiten Jahreshälfte. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um nichts zu verpassen.

Von der Klinik in die Praxis – eine Entscheidung mit Mission

Dr. Ehret war zuvor in der Notaufnahme tätig. Immer wieder begegnete er dort Menschen, die sagten: „Ich habe keinen Hausarzt." Genau für diese Menschen ist er jetzt da – als verlässliche erste Anlaufstelle im ländlichen Raum. Dabei startet er seine Praxis komplett neu: mit einem frischen Patient:innenstamm, den er von Grund auf aufbaut, und mit einer IT-Infrastruktur, die Arzt, Team und Patient:innen sinnvoll entlastet.

Warum Allgemeinmedizin? Für Dr. Ehret ist die Antwort klar: „Man hat viele Gestaltungsmöglichkeiten. Natürlich, es gibt Rahmenbedingungen, aber man hat auch sehr viele Freiheiten." Er sieht sich in der Verantwortung, als erster Stipendiat beispielhaft voranzugehen – als Vorbild dafür, wie zukunftsorientierte hausärztliche Versorgung aussehen kann.

Erfolgreicher Start in die HZV

Noch vor der Praxiseröffnung hat HÄVBW-Praxisberaterin Diana Seiler gemeinsam mit Dr. Ehret und seinem Team die HZV-Einsteigerschulung durchgeführt. So kann die Praxis von Tag eins an Patient:innen in die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) einschreiben – das gesamte Team ist bestens vorbereitet. Dr. Ehret steht dabei klar hinter dem Konzept: „Ich unterstütze das Primärarztsystem HZV absolut und empfinde das als sinnvolle Versorgungsstruktur." 

Die Eröffnung fand bei bester Stimmung und zahlreichen interessierten Gästen statt. Dr. Ehret führte persönlich durch seine neue Praxis – alles steht, die Türen sind offen. Nach den Osterferien startet das Team dann richtig durch. Dr. Ehrets Botschaft an junge Kolleg:innen: „Traut euch, eine Praxis zu eröffnen. Man findet so viel Unterstützung – ihr seid nicht alleine."

 

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