14. Januar 2026

Ministerin besucht Hausarztpraxis in Todtnau

Ministerin Warken in der Praxis von Dr. Honeck (3. v. l.) gemeinsam mit dem HÄVBW‑Bezirksvorsitzenden für Südbaden, Dr. Dirk Kölblin (l.), Prof. Dr. Andy Maun (Universität Freiburg) (2. v. l.), Peter Schelshorn (4. v. l.) und Stefan Glaser (r.).

Am 8. Januar besuchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die große Gemeinschaftspraxis von Dr. Martin Honeck in Todtnau. Mit sieben Kolleginnen und Kollegen versorgt das Team eine ganze Region im südlichen Schwarzwald und zeigt eindrucksvoll, wie moderne hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum funktionieren kann.
 

Die Ministerin kam nicht mit fertigen Antworten – aber mit einer klaren Botschaft: Die wohnortnahe hausärztliche Versorgung soll künftig die zentrale Rolle im Gesundheitssystem spielen.

„Wir wollen dahin kommen, dass die Menschen zuerst zum Hausarzt gehen und dort festgestellt wird: Braucht es einen Facharzttermin und wenn ja, welchen und wann“, sagte Warken. Genau das sei das Ziel des geplanten Primärversorgungssystems. Sie betonte dabei ausdrücklich die Rolle der Hausarztpraxis als „Anlaufstelle, die durch das System leitet“.

Warken räumte ein, dass die Einführung dieser Reform kein Schnellschuss sei: „Es ist eine der großen Strukturreformen, die wahrscheinlich schon allein für eine ganze Legislatur ausreichen würde.“ Entsprechend intensiv liefen aktuell die Gespräche mit Ärzteschaft und Kassen.

Dr. Honeck, Delegierter des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg, begrüßte die Pläne grundsätzlich, machte aber deutlich, dass Hausärztinnen und Hausärzte in Baden-Württemberg viele Elemente des Primärarztsystems längst erfolgreich umsetzen: „Für uns ist klar: Ein gut gesteuertes Versorgungssystem funktioniert. In der Hausarztzentrierten Versorgung setzen wir genau das seit Jahren um und wir sehen täglich, dass es wirkt. Die HZV zeigt, dass hausärztliche Steuerung nicht nur möglich ist, sondern die Versorgung nachhaltig verbessert.“

Der Besuch in Todtnau machte deutlich: Ohne Hausärztinnen und Hausärzte wird das Primärarztsystem nicht funktionieren und ohne ein starkes Primärarztsystem wird das Gesundheitswesen der Zukunft nicht funktionieren.

Warken betonte: „Wir wollen eine bessere Steuerung, mehr Effizienz und am Ende eine bessere Behandlung.“ Die Botschaft des Tages war unüberhörbar: Diese bessere Versorgung beginnt in der Hausarztpraxis vor Ort.

Landtagswahl 2026

Die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg steht bevor – und mit ihr die Chance, die hausärztliche Versorgung im Land zukunftsfähig aufzustellen. Erfahren Sie jetzt mehr über unsere Aktivitäten im Wahlkampf und unsere Forderungen. -> haevbw.de/ltw

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