28. Mai 2026

Protestwoche gegen das GKV-Spargesetz: Jetzt Patient:innen aktivieren

Am 12. Juni 2026 steht im Bundestag die erste Lesung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz an. Für Hausarztpraxen in Baden-Württemberg steht viel auf dem Spiel: Mehrere Regelungen greifen direkt in die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) ein. Rund um die Lesung ruft der HÄVBW deshalb zu einer landesweiten Protestwoche auf.

Die HZV trägt seit fast 20 Jahren die wohnortnahe Primärversorgung in Baden-Württemberg. Doch das GKV-Spargesetz bedroht genau dieses System. Besonders die geplante Fixkostendegression in der HZV hätte fatale Folgen: Praxen, die neue Patient:innen in der HZV versorgen, würden dafür finanziell bestraft. Das steht im direkten Widerspruch zu einem funktionierenden Primärversorgungssystem.

Seit Bekanntwerden des Referentenentwurfs kämpft der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Baden-Württemberg (HÄVBW) mit einer breit angelegten Kampagne gegen diese versorgungsfeindlichen Regelungen. Jetzt geht der Protest in die nächste Stufe.

Protestwoche vom 8. bis 12. Juni: Augen öffnen statt Praxen schließen

Das Gesetz liegt in den Händen des Parlaments. Abgeordnete reagieren auf Druck aus ihrem Wahlkreis. Je mehr Menschen sich in diesen Tagen bei ihnen melden, desto größer die Chance auf Korrekturen im Gesetzgebungsverfahren. Unter dem Motto „Augen öffnen statt Praxen schließen" werden Patient:innen zu Mitstreitenden. Dreh- und Angelpunkt ist die Kampagnenwebsite

 www.hausarztpraxen-retten.de

Über QR-Codes auf den Materialien können Patient:innen mit wenigen Klicks eine Nachricht an ihre Bundestagsabgeordneten senden.

 

Jetzt mitmachen – in drei Schritten:

  1. Protest sichtbar machen: Stühle sperren und Poster aufhängen
    Sperren Sie ab Montag, 8. Juni, jeden zweiten Stuhl in Ihrem Wartezimmer. Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Plätze in der Praxis sind gefährdet, wenn das Gesetz so kommt. Ob es dazu kommt, haben auch die Patient:innen in der Hand, indem sie ihre Abgeordneten kontaktieren. Einen Aushang für die gesperrten Stühle stellen wir Ihnen zum Selbstausdrucken bereit. Die Stühle bleiben selbstverständlich nutzbar, aber der Protest ist sichtbar, kommt ins Gespräch und regt zum Handeln an. Wer den Effekt verstärken möchte, kann die Stühle zusätzlich mit Absperrband kennzeichnen. Die Aktion „Platz weg. Bald auch Ihre hausärztliche Versorgung?" wird medial begleitet.
    -> Download Aushang „Platz weg."

    Kampagnenposter fürs Wartezimmer erhalten Sie Anfang Juni per Post. Hängen Sie die Poster gut sichtbar im Wartezimmer auf. Zusätzlich stehen Poster zum Selbstdrucken bereit.
    -> Download Kampagnenposter

  2. Abgeordnete direkt kontaktieren
    Nutzen Sie die Protestwoche, um auch selbst Ihre Bundestagsabgeordneten persönlich anzusprechen. Zeigen Sie ihnen konkret, was die HZV für die Versorgung in Ihrer Praxis und vor Ort bedeutet. Die einfachste Möglichkeit bietet www.hausarztpraxen-retten.de oder direkt www.bundestag.de/abgeordnete mit Eingabe Ihrer Postleitzahl.

  3. Patient:innen in die HZV einschreiben
    Mehr Eingeschriebene bedeuten mehr politisches Gewicht. Jede weitere Einschreibung stärkt die Verhandlungsposition und macht deutlich: Die HZV ist keine Randerscheinung, sondern Versorgungsrealität für Millionen Menschen in Baden-Württemberg.

Jetzt mitmachen und Patient:innen aktivieren!

-> Download Aushang „Platz weg."
-> Weitere Materialien, Vorlagen und Informationen entdecken unter www.hausarztpraxen-retten.de.
-> Bei Fragen oder für Unterstützung wenden Sie sich an Ihre persönliche Praxisberater:in oder schreiben Sie an praxisberatung@haevbw.de.

 

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