05. Oktober 2026

Lina Seitzl besucht HÄPPI-Praxis

©HÄVBW

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Lina Seitzl hat die HÄPPI-Praxis „BAG Ärzte am Fürstenberg“ in Konstanz besucht. Als Berichterstatterin ihrer Fraktion für die ambulante Versorgung wollte sie sich vor Ort ein Bild davon machen, wie moderne hausärztliche Primärversorgung in der Praxis funktioniert.

 

Gemeinsam mit Vertreter:innen des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg (HÄVBW), von MEDIVERBUND und der AOK Baden-Württemberg sprach Seitzl mit dem Praxisteam über die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) und das Zukunftskonzept HÄPPI. Seitzl arbeitet in ihrer Rolle als Berichterstatterin an der gesetzlichen Ausgestaltung des künftigen Primärversorgungssystems mit.

Was moderne Hausarztversorgung ausmacht

Beim Rundgang durch die Praxis zeigten die Hausärzte Dr. Andreas Hirschfeld-Warneken und Robert C. Hayes gemeinsam mit Praxismanagerin Jessica Öllinger und Physician Assistant Lea Elberfeld, wie der Versorgungsalltag im HÄPPI konkret aussieht. HÄPPI steht für „Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung Interprofessionell“. Das Konzept baut auf der HZV auf und verbindet die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe mit digitalen Angeboten und Kooperationen über die Praxis hinaus. Vergütet wird die Umsetzung im Hausarztvertrag der AOK Baden-Württemberg.

Dr. Andreas Hirschfeld-Warneken berichtete, dass ihm schon beim Wechsel aus der Klinik in die Hausarztmedizin eine zukunftsfähige Versorgung wichtig gewesen sei. Den strukturellen und finanziellen Rahmen dafür biete ihm das HÄPPI-Konzept innerhalb der HZV.

Robert C. Hayes hat die Praxis aufgebaut und nimmt seit der ersten Stunde an der HZV teil. Für seine Praxis gebe die HZV die nötige Planungssicherheit, um die Praxis weiterzuentwickeln, und schaffe Raum für Innovationen.

Lina Seitzl betonte die zentrale Rolle der Hausarztpraxis für die anstehende Reform: „Mit Blick auf das Primärversorgungssystem muss eine primärversorgende Praxis, in der Regel die Hausarztpraxis, eine ganz zentrale Rolle spielen.“

Auf funktionierenden Strukturen aufbauen

Welche Rahmenbedingungen eine gute Primärversorgung braucht, war Thema des anschließenden Gesprächs. Für die beiden HÄVBW-Co-Vorsitzenden Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Susanne Bublitz stand dabei im Mittelpunkt, die bestehenden Hausarztpraxen durch die HZV zu stärken.

Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth verwies auf die Erfahrungen mit der HZV als Primärversorgungssystem: „Die Voraussetzungen für das Gelingen eines Primärversorgungssystems haben wir in der HZV schon umgesetzt.“ Darauf müsse die Politik aufbauen.

Dr. Susanne Bublitz machte deutlich, was HÄPPI-Praxen leisten können und was sie dafür brauchen: „Mit HÄPPI lassen sich bestehende Praxen so weiterentwickeln, dass sie deutlich mehr Patient:innen versorgen können. Damit ist die Umsetzung des Primärversorgungssystems kein Problem. Dafür brauchen wir aber ein zukunftsfähiges System, das tatsächlich für die Primärversorgung geeignet ist. Genau das bietet die HZV: Sie wurde von Anfang an für die hausärztliche Primärversorgung entwickelt.“

Der Besuch hat gezeigt: HZV und HÄPPI liefern konkrete Ansätze und praktische Erfahrungen für die Reform. Die Politik sollte diese Erfahrungen nutzen und die Hausarztpraxen gezielt stärken.

Auf dem Titelfoto: 
v.r.: Dr. Susanne Bublitz (HÄVBW), Jürgen Mihailowitsch (AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee), Robert C. Hayes und Dr. Andreas Hirschfeld-Warneken (HÄPPI-Praxis), Dr Lina Seitzl MdB, Lea Elberfeld und Jessica Öllinger (HÄPPI-Praxis), Gabriele Eisch (AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee), Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth (HÄVBW), Jasmin Ritter (MEDI BW)

 

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