04. Mai 2026
HonorarCheck: Lücken in der Abrechnung finden
iStock/sBe-Art, Porträt: privat
Was hat Sie dazu veranlasst, den HonorarCheck des HÄVBW zu buchen?
Wir wurden über die Kommunikationskanäle des HÄVBW auf den HonorarCheck aufmerksam. Da wir private Abrechnungsberatungen bisher immer ablehnten, machte uns das Angebot unseres Verbandes auf eine solide Beratung neugierig.
Welche Daten mussten Sie für den HonorarCheck zur Verfügung stellen?
Für die Analyse werden die Abrechnungsdaten der letzten vier Quartale herangezogen, und das aus beiden Systemen, also KV und HZV. Die KV-Daten waren einfach über ein Serverportal zu übermitteln. Die HZV-Abrechnung konnte direkt von der HÄVG bezogen werden. Der Vorgang selbst dauert keine zwei Minuten und für Rückfragen steht jederzeit Johannes Oberle, der HonorarCheck-Experte des HÄVBW, helfend zur Seite.
Wie lief die Analyse dieser Daten ab?
Die Daten werden von Herrn Oberle aufbereitet, analysiert und das Ergebnis in der Folge in ca. 90 Minuten vor Ort in der Praxis übersichtlich präsentiert. Dabei kamen bisher jedes Mal Verbesserungsvorschläge in der Abrechnung zum Vorschein, manchmal durch neue Möglichkeiten der Praxis, manchmal auch schlichtweg dadurch, dass wir auf Abrechnungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht wurden, die wir bisher im unüberschaubaren Abrechnungsdschungel übersehen hatten.
Und welche Erkenntnisse und Maßnahmen haben sich daraus ergeben?
In unserem Fall hat sich konkret die Abrechnung eines von uns betreuten Fachpflegeheims maßgeblich geändert, sodass wir relativ unbeschadet durch die Zeit der Budgetierung kamen. Gleichzeitig forcierten wir unsere HZV-Einschreibungen durch den übersichtlichen Vergleich von KV und HZV deutlich, was ebenfalls die Budgetierungsphase besser zu überstehen half.
Lohnt es ich aus Ihrer Sicht, den HonorarCheck in regelmäßigen Abständen durchzuführen?
Gerade bei einer gewissen Kontinuität der Beratungen kann man den Effekt der gemeinsam besprochenen Maßnahmen deutlich in den Abrechnungen sehen. Es lohnt sich unserer Erfahrung nach daher auf jeden Fall, etwa alle zwei Jahre den HonorarCheck durchführen zu lassen. Oft genug wird man im Laufe der Jahre betriebsblind, und ein nüchterner Blick von außen hilft hier manchmal, völlig neue Möglichkeiten zu öffnen.
Welche Erkenntnisse hat Ihnen der HonorarCheck gebracht?
Der HonorarCheck und die damit verbundene individuelle Beratung ermöglichen es, kontinuierlich Lücken in der Abrechnung zu schließen und sich gleichzeitig auf das wesentliche unserer Arbeit – unsere Patient:innen – zu fokussieren. Durch den Vergleich von KV- und HZV-Daten macht der HonorarCheck außerdem deutlich, dass die HZV Rahmenbedingungen schafft, die sowohl dem Patienten als auch dem Arzt entgegenkommen. In der HZV versorgen wir patientenzentriert und kosteneffizient – das hat ja auch die wissenschaftliche Untersuchung der HZV bestätigt. Gleichzeitig schafft die HZV ein faires und berechenbares Einkommen für den Hausarzt. Für mich ist die HZV ein für alle Seiten faires System.
Welches Fazit ziehen Sie, wenn Sie die Kosten für den HonorarCheck im Verhältnis zum Nutzen setzen?
Obwohl wir gefühlt mittlerweile sehr gut abrechnen, hat es Herr Oberle jedes Mal geschafft Lücken zu finden, die sein Honorar mehr als aufwiegen – dementsprechend freuen wir uns schon auf unseren nächsten Check.
Weitere Informationen
Die Preise für einen HonorarCheck starten für HÄVBW-Mitglieder bei 499 € je Praxis. Hausärzt:innen, die ebenfalls von den Resultaten des HonorarChecks profitieren möchten, können unseren HÄVBW-Experten jederzeit kontaktieren – telefonisch (0711 21 747-600), per E-Mail (hausarztservices@haevbw.de) oder über das Kontaktformular auf unserer HonorarCheck-Seite: haevbw.de/HonorarCheck